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Eurokrise 2.0: Frankreich brennt – Wolff analysiert das Muster

11.10.2026VideoKettner EdelmetalleTexto complementario generado por IA

Es gibt Wochen, in denen sich die Nachrichtenlage anfühlt wie ein Puzzle, dessen Teile jemand absichtlich über den ganzen Tisch verstreut hat. Brennende Autos in Frankreich, explodierende Raffinerien, Seuchenmeldungen aus Russland, ein schwankender Ölpreis, KI-Labore, die mit Warnungen ihrer eigenen Entwickler leben müssen, und Berliner Wahlergebnisse, die das Land weiter polarisieren. Wer jedes Teil einzeln betrachtet, sieht Chaos. Wer die Teile zusammenlegt, erkennt womöglich ein Muster.

Genau dieses Muster hat der Finanzautor Ernst Wolff im Gespräch mit Kettner Edelmetalle live aus Frankreich nachgezeichnet. Seine Kernthese ist unbequem und lautet sinngemäß: Nahezu alles, was wir derzeit erleben, läuft am Ende auf einen Umbau unseres Geldsystems hinaus und auf den Übergang in eine Ära digitaler Kontrolle. Man muss nicht jede seiner Deutungen teilen, um zu sehen, dass die Richtung stimmt. Und dass die Bürger davon erstaunlich wenig erfahren.

Frankreich brennt: Der Anfang einer Eurokrise 2.0?

Was in deutschen Nachrichten oft als „Schülerproteste“ verkauft wird, hat nach Wolffs Schilderung längst eine andere Dimension erreicht. Die Proteste haben die Universitäten erfasst und greifen auf die breite Bürgerschaft über. Der Auslöser ist ein Sparprogramm der französischen Regierung, das laut Wolff im kommenden Haushalt rund 54 Milliarden Euro einsparen soll.

Bemerkenswert ist, wo gespart wird. Wolff nennt drei Gruppen, die es besonders hart trifft:

  • Kinder und Jugendliche: Der Bildungsetat wird gekürzt und nicht mehr an die Inflation angepasst.
  • Rentner: Auch hier soll die Anpassung an die Teuerung ausbleiben, was faktisch eine reale Kürzung bedeutet.
  • Staatsbedienstete: Ihre Bezüge werden eingefroren.

Das alles beschließt ein Staat, der nach Wolffs Angaben in den vergangenen Jahren rund 26 Milliarden Euro in die Ukraine geschickt hat und dessen Schuldenberg inzwischen auf etwa 3,6 Billionen Euro angewachsen sei. Hinzu kommt ein Detail, das an den Anleihemärkten niemanden mehr kaltlässt: Die Zinsen auf französische Staatsanleihen klettern auf Niveaus, die man bislang eher aus den USA kannte.

„Also die haben riesige Schulden, müssen diese Schulden aber mit immer höheren Zinsen jetzt bedienen. […] Ich denke, dass sich da so etwas wie eine Eurokrise 2.0 anbahnt.“ – Ernst Wolff

Unsere Einschätzung: Frankreich ist kein Sonderfall, sondern ein Vorbote. Wenn die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone politisch kaum noch regierbar ist und gleichzeitig ihre Finanzierungskosten steigen, dann steht die gemeinsame Währung erneut auf dem Prüfstand. Und wer glaubt, Deutschland sei davon unberührt, unterschätzt, wie eng die Haftungsverbünde in der Eurozone inzwischen geknüpft sind.

Schulden, Zinsen, Kriegswirtschaft: Der Teufelskreis

Wolff beschreibt eine Kette, die sich in vielen westlichen Staaten beobachten lässt. Sie ist simpel, und gerade deshalb so beunruhigend:

  1. Die Staatsverschuldung erreicht astronomische Höhen.
  2. Steigende Zinsen machen den Schuldendienst immer teurer.
  3. Der Staat kürzt dort, wo der Widerstand am geringsten ist: bei Renten, Bildung und Sozialleistungen.
  4. Um die Industrie dennoch am Laufen zu halten, wird die Friedenswirtschaft schrittweise in eine Rüstungswirtschaft umgebaut.

Dass Teile der deutschen Autoindustrie inzwischen über Rüstungsproduktion nachdenken oder Werke entsprechend umrüsten, ist kein Geheimnis mehr. Wolff zieht daraus eine düstere Schlussfolgerung: Eine Wirtschaft, die auf Waffenproduktion setzt, braucht irgendwann auch Abnehmer und Verbrauch. Das System sei an einem Punkt angelangt, an dem es „eigentlich kein richtiges Zurück mehr gibt“.

Gleichzeitig, so Wolff, habe sich das gesamte Finanzsystem von der Realität entkoppelt. Börsenkurse auf Rekordniveau, während die Realwirtschaft schwächelt: Das ist kein Zeichen von Stärke, sondern von aufgeblähter Liquidität. Wie fragil solche Blasen sein können, zeigt sich gerade auch in einem Segment, das Anlegern als Zukunftsgeschäft verkauft wird. Wir haben das in unserem Beitrag über KI-Betongold mit Rissen und die Rechenzentrums-Euphorie der Wall Street ausführlich beleuchtet.

Der digitale Euro: Lagardes Prestigeprojekt

Im Zentrum von Wolffs Analyse steht das Geld selbst. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat den digitalen Euro zu ihrem Herzensprojekt gemacht. Die EZB hat die Vorbereitungsphase abgeschlossen und arbeitet auf einen Start hin, der nach eigenen Angaben ab 2029 möglich sein soll, sofern die gesetzliche Grundlage steht. Technisch, so viel ist klar, existiert das Projekt längst.

Offiziell heißt es aus Frankfurt immer wieder, der digitale Euro sei nur ein zusätzliches Angebot, Bargeld bleibe erhalten, und programmierbar sei das neue Geld ohnehin nicht. Wir haben uns den Verordnungsentwurf genauer angesehen, und dort liest sich manches anders als in den Pressemitteilungen:

  • Art. 24 Abs. 1 erlaubt ausdrücklich „bedingte Zahlungen“, die automatisch ausgelöst werden, sobald festgelegte Bedingungen erfüllt sind.
  • Art. 24 Abs. 2 nennt den digitalen Euro zugleich „nicht programmierbar“. Die Standards, was das konkret bedeutet, setzt allerdings die EZB selbst.
  • Es sind Haltegrenzen je Bürger vorgesehen. Wie viel Sie besitzen dürfen, entscheidet also nicht Sie.
  • Eine Verzinsung ist nicht vorgesehen.
  • Die gesamte Infrastruktur liegt in der Hand der Notenbank.
Unsere Einschätzung: Die Technik schafft die Möglichkeit zur Steuerung. Wie weit sie genutzt wird, entscheidet die Politik von morgen, nicht das Versprechen von heute.

Das Märchen vom „nur zusätzlichen Angebot“

Parallel dazu wird Bargeld im Alltag schleichend unattraktiv gemacht. Bankfilialen schließen, Geldautomaten verschwinden, und in manchen Regionen fahren Menschen eine halbe Stunde bis zum nächsten Automaten. Die Pandemie hat diesen Trend massiv beschleunigt: Damals wurde Bargeld als möglicher Virusüberträger ins Gespräch gebracht. Die Warnung verschwand, das Misstrauen gegenüber Scheinen und Münzen blieb bei vielen Menschen hängen.

Ein Lichtblick ist für Wolff ausgerechnet Deutschland. Hierzulande machen Barzahlungen nach seinen Worten noch immer rund 45 Prozent aller Zahlungen aus, deutlich mehr als in vielen Nachbarländern. Die Skepsis gegenüber den Beteuerungen aus Frankfurt sei entsprechend hoch. Und Wolff erinnert daran, wie oft Lagarde öffentlich verkündete, die Inflation sei im Griff, bevor sie erneut anzog.

Indien und Russland: Die Blaupause

Wer wissen will, wie digitales Zentralbankgeld in der Praxis eingeführt wird, sollte nach Osten schauen. Wolff nennt zwei Beispiele, die in westlichen Medien kaum vorkommen:

  • Indien: Laut Wolff wurde dort zunächst versprochen, das Geld werde nicht programmierbar sein. Später wurde Programmierbarkeit doch eingeführt, positiv verpackt als Erleichterung für Sozial- und Wohlfahrtszahlungen. Tatsächlich hat die indische Notenbank im Rahmen ihres E-Rupie-Pilotprojekts programmierbare Funktionen getestet.
  • Russland: Beim digitalen Rubel sei die größte Hürde gefallen. Nach Wolffs Darstellung braucht man keine separate Wallet mehr, sondern kann über das normale Bankkonto auf das neue Geld zugreifen. Ein Klick, und schon ist man im neuen System.

Für Wolff ist das ein Dammbruch, den man kaum überschätzen könne. Die öffentliche Aufmerksamkeit liege derweil auf ganz anderen Schlagzeilen. Seine Prognose für Europa:

„Ich denke, irgendwann wird man ganz plötzlich mit dem neuen Geld aufwarten und diesen Überraschungseffekt dann für sich auszunutzen versuchen.“ – Ernst Wolff

Ähnlich skeptisch sieht Wolff die Meldungen über die EU-weite digitale Identität. Nach dem eIDAS-2.0-Rahmen müssen die Mitgliedstaaten ihren Bürgern bis Ende 2026 eine digitale Brieftasche anbieten. Berichte, etwa bei TKP, wonach fast alle Länder hinter dem Zeitplan liegen, hält Wolff für ein Ablenkungsmanöver. Das eigentliche Problem der Planer sei nicht die Technik, sondern die Akzeptanz in der Bevölkerung. Die Frage muss erlaubt sein, ob die Erzählung vom „Rückstand“ vor allem dazu dient, Wachsamkeit einzuschläfern.

Stablecoins: Die Hintertür, die kaum jemand bemerkt

Ein Thema, das gerade die ältere Leserschaft oft als abstrakt empfindet, ist für Wolff einer der wichtigsten Bausteine: Stablecoins. Das sind digitale Token, deren Wert an eine Bezugsgröße gekoppelt ist, in den allermeisten Fällen an den US-Dollar.

Mit dem GENIUS Act, den die USA im Sommer 2025 verabschiedet haben, hat Washington die Spielregeln grundlegend verändert. Zwei Punkte sind entscheidend:

  1. Emittenten müssen ihre Stablecoins mit Reserven decken, zu denen insbesondere kurzfristige US-Staatsanleihen gehören. Jeder gekaufte Stablecoin wird damit indirekt zu einem Finanzierungsinstrument für den amerikanischen Staat.
  2. Emittenten müssen technisch in der Lage sein, Token auf rechtmäßige Anordnung hin einzufrieren oder ungültig zu machen.

Damit, so Wolff, sei das Märchen vom Stablecoin-Universum außerhalb des etablierten Finanzsystems endgültig erledigt. Was einst als Ausweg aus dem Bankensystem gefeiert wurde, ist zu dessen Stütze geworden. Wolff verweist sogar auf Berichte, nach denen iranische Tanker Gebühren in der Straße von Hormus in Stablecoins begleichen und damit auf Umwegen ausgerechnet amerikanische Staatsschulden mitfinanzieren.

„Das heißt, die können die programmieren und einfach abschalten. Das heißt, man ist von dem Herausgeber, von dem Emittenten dieser Stable Coins zu 100 Prozent abhängig.“ – Ernst Wolff

Für Wolff sind Stablecoins deshalb nichts anderes als die Hintertür zur Einführung von CBDCs, also digitalem Zentralbankgeld. Dass Washington parallel über neue Wege zur Staatsfinanzierung nachdenkt, zeigt auch die Debatte, die wir in unserem Artikel Gold-Strategin im US-Finanzministerium: Kommt die Gold-Anleihe? aufgegriffen haben. Wer tiefer einsteigen möchte, findet in unserer Mediathek zudem die Analyse Goldgedeckte US-Anleihen: Rückkehr zum Goldstandard?

Japan, Öl und die Midterms: Die Zeitbomben ticken

Japan als Pulverfass

Während Europa mit sich selbst beschäftigt ist, sieht Wolff das eigentliche Pulverfass des Weltfinanzsystems in Japan. Mehr als ein Vierteljahrhundert lang lebte das Land mit Null- und Negativzinsen. Unzählige Marktteilnehmer haben sich günstig in Yen verschuldet, um anderswo zu investieren. Jetzt hebt die Bank of Japan die Zinsen an.

Japan ist zugleich der größte ausländische Gläubiger der USA. Sollte das japanische System ins Wanken geraten, wäre das kein regionales Problem, sondern ein globales. Militärische Drohgebärden helfen da wenig, meint Wolff trocken: Die Gesetze der Finanzwirtschaft ließen sich nicht mit Waffen regulieren.

Öl: Ruhe vor dem Sturm?

Beim Öl erkennt Wolff ein paradoxes Bild. Trotz beschädigter Raffinerien weltweit, trotz verminter Seewege in der Straße von Hormus und anhaltender Spannungen am Bab al-Mandab sei der Ölpreis nach seinen Worten unter 90 US-Dollar gefallen. Seine Deutung: Washington habe vor den Midterm-Wahlen am 3. November ein vitales Interesse an niedrigen Energiepreisen.

Nach den Wahlen allerdings könnten die Amerikaner nach Wolffs Einschätzung ihr „blaues Wunder“ erleben. Strategische Reserven seien weitgehend aufgebraucht, die Infrastruktur beschädigt. Eine große Energiekrise, so seine Befürchtung, könnte dann auch als Anlass dienen, ein neues Geldsystem einzuführen.

KI, Roboter und die neue Machtfrage

Ein weiterer Strang in Wolffs Analyse ist die künstliche Intelligenz. Er erinnert an Geoffrey Hinton, einen der Pioniere der KI-Forschung und späteren Nobelpreisträger, der im Mai 2023 bei Google ausstieg, um offen vor den Gefahren der Technologie warnen zu können. Wolff hält diese Warnungen für ernst zu nehmen, zumal die Öffentlichkeit stets nur den Stand von gestern zu sehen bekomme.

Besonders deutlich wird Wolff bei humanoiden Robotern. Er fordert ein weltweites Verbot, weil die Grenze zwischen Mensch und Maschine nicht verwischen dürfe. Damit stellt er sich bewusst gegen Visionen wie die von Elon Musk, der bei der Präsentation seines Roboters Optimus die Vorstellung skizzierte, jeder könne in einigen Jahren einen humanoiden Helfer im Alltag haben.

Wolffs Gedankenspiel, das er als ehemaliger Drehbuchautor entwirft, ist bewusst zugespitzt: Was wäre, wenn eine KI eines Tages das weltweite Internet lahmlegt und danach die Botschaft verbreitet, das brüchige Finanzsystem müsse auf eine neue Grundlage gestellt werden, nämlich ein weltweites CBDC? Ein Szenario, gewiss. Aber eines, das zeigt, wie wenig Puffer in einer vollständig digitalisierten Welt noch bleibt.

Eng damit verknüpft ist seine Sicht auf die Machtverschiebung hin zu dem, was er den „digital-finanziellen Komplex“ nennt: Silicon Valley und Wall Street. Als Beleg verweist er auf das Weltwirtschaftsforum, das nach dem Rückzug von Klaus Schwab nun von BlackRock-Chef Larry Fink als Co-Vorsitzendem mitgeführt wird. Und er erinnert an Äußerungen von Peter Thiel, der nach Wolffs Wiedergabe sinngemäß die Ansicht vertrete, künftig sollten eher große Unternehmen als Regierungen die Welt gestalten.

Links gegen rechts: Wem nützt die Spaltung?

Zu den pointiertesten Passagen des Gesprächs gehört Wolffs Blick auf die politische Landschaft in Deutschland. In Thüringen erzielte die AfD 2024 ihr bislang bestes Landtagsergebnis, in Berlin konnte zuletzt die Linke kräftig zulegen. Für Wolff ist diese Polarisierung kein Zufall, sondern ein Geschenk für die eigentlichen Machtzentren. Er zieht dabei einen historischen Vergleich zur Endphase der Weimarer Republik, in der sich die politischen Lager unversöhnlich gegenüberstanden.

Der Linken spricht er ab, eine echte Systemalternative zu sein. Unter dem langjährigen thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow sei kein einziger Betrieb verstaatlicht worden. Und in China regiere zwar eine kommunistische Partei, doch dort herrsche nach Wolffs Worten der größte Turbokapitalismus, den man je erlebt habe.

„Also die Linken sind da in meinen Augen nichts anderes als nützliche Idioten für die Leute im Hintergrund. Und der Hintergrund, das ist der digital-finanzielle Komplex.“ – Ernst Wolff

Man mag Wolffs Wortwahl drastisch finden. Die dahinterliegende Frage ist jedoch berechtigt: Während sich die Gesellschaft über Kulturkämpfe zerstreitet, wer achtet eigentlich darauf, wer die Infrastruktur unseres Geldes kontrolliert? Wie sehr sich die europäische Politik in Symbolik verliert, zeigt nebenbei auch die Episode, die wir unter dem Titel Nackter Gold-Trump in Straßburg: EU-Parlament wird zur Satire-Bühne aufgegriffen haben.

Von der geldgesteuerten zur datengesteuerten Gesellschaft

Am Ende verdichtet Wolff alle Fäden zu einem einzigen Satz:

„Wir leben im Umbruch zwischen der geldgesteuerten Gesellschaft und der datengesteuerten Gesellschaft.“ – Ernst Wolff

Was das konkret bedeutet, erklärt er so, dass es jeder versteht. Heute können Sie zur Bank gehen, sich Ihr Guthaben bar auszahlen lassen und anonym einkaufen. Niemand außer dem Verkäufer weiß davon. Mit rein digitalem Geld wäre das vorbei:

„Wenn ich digitales Geld habe, dann geht das nicht mehr. Dann kann ich nur noch digital bezahlen. Und das bedeutet, dass der Finanzdienstleister im Hintergrund […] oder in letzter Instanz dann die Zentralbank, die wird über jeden einzelnen meiner Käufe Bescheid wissen.“ – Ernst Wolff

Wer im Hintergrund die Zahlungsströme sieht, weiß nach Wolffs Darstellung:

  • was Sie kaufen,
  • wo Sie sich aufhalten,
  • wie es um Ihre finanziellen Verhältnisse steht,
  • und letztlich, wie Sie sich verhalten.

Wie viel Kaufdaten verraten, illustriert Wolff mit dem viel zitierten Beispiel aus dem US-Handel, in dem ein Unternehmen allein anhand des Einkaufsverhaltens auf eine Schwangerschaft schließen konnte. Das Portemonnaie, so Wolff, verrate noch mehr über uns als jede Suchanfrage. Und wer das Geld herausgibt, kann im Ernstfall auch den Finanzhahn zudrehen.

Das Bequemlichkeitsargument ist dabei die größte Waffe der Befürworter. Ja, digitales Bezahlen ist komfortabel. Aber Komfort ist kein Ersatz für Freiheit. Mehr Kontrolle über Geld und Vermögen ist aus unserer Sicht zuerst ein Risiko für die Freiheit der Bürger, kein Servicegewinn.

Angst ist kein Ratgeber, Vorbereitung schon

Was also tun, wenn man all das gehört hat und ein mulmiges Gefühl zurückbleibt? Wolffs Antwort ist erstaunlich gelassen. Die größte Angst entstehe dort, wo man Dinge nicht verstehe. Wer hingegen klar erkenne, woher die Gefahren kommen, nämlich aus dem Finanzsystem und aus den Kriegsvorbereitungen, könne sich gezielt vorbereiten. Und mit der Vorbereitung wachse das Gefühl innerer Sicherheit.

Genau hier setzen physische Edelmetalle an. Gold ist die älteste Währung der Menschheit. Es hat jede Papierwährung überlebt, braucht keinen Server, kein Passwort und keine Zustimmung einer Zentralbank. Es lässt sich weder programmieren noch per Knopfdruck abschalten. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, findet im Bereich Gold das gesamte Sortiment.

Bausteine für den persönlichen Vermögensschutz

Im Rahmen der Anti-Digital-Wochen hat Dominik Kettner zudem die Kettner Krisenschutzbox zusammengestellt: 12 Gramm Feingold und 48 Gramm Feinsilber in kleinen Stückelungen, gefertigt vom Traditionshaus Heimerle + Meule aus Pforzheim, das seit 1845 Edelmetalle verarbeitet. Die Aktion läuft bis zum 31. Oktober 2026, 23:59 Uhr. Jede Bestellung aus der Aktion nimmt an einer Verlosung teil, die am 2. November gezogen wird. Neu im Shop ist außerdem eine auf 100 Stück limitierte Silbermünze zu Ernst Wolff. Alle Bedingungen finden Sie in der Videobeschreibung.

Und wer noch tiefer einsteigen will: Am 21. Oktober findet ein großes Sonderwebinar statt, bei dem neben Ernst Wolff auch Tom-Oliver Regenauer und Prof. Dr. Richard Werner erklären, wie man sich in einer zunehmend digitalisierten Finanzwelt bestmöglich schützt.

Die Kettner-Einordnung: Wer sein Geld nicht hält, hält auch seine Freiheit nicht

Man kann über einzelne Thesen Ernst Wolffs streiten. Über die Richtung der Entwicklung kaum. Staaten, die unter Schulden ächzen, Notenbanken, die neue digitale Werkzeuge entwickeln, Gesetze, die Herausgebern digitaler Token ausdrücklich das Einfrieren erlauben, und ein Verordnungsentwurf, der „bedingte Zahlungen“ ermöglicht, während er Programmierbarkeit offiziell bestreitet. Das sind keine Gedankenspiele, das steht in den Texten.

Unsere Einschätzung: Der digitale Euro wird nicht mit einem Paukenschlag kommen, sondern mit Bequemlichkeit, sanftem Druck und der Erzählung, er sei nur ein freiwilliges Angebot. Wir halten es für wahrscheinlich, dass genau die Momente der Krise, ob finanziell, energetisch oder politisch, genutzt werden, um die Akzeptanz zu erhöhen. Wer dann vorbereitet ist, entscheidet selbst. Wer es nicht ist, wird entschieden.

Zum Schluss gab Wolff einen Rat mit, den er einst von einem chinesischen Arzt erhielt, und der vielleicht wertvoller ist als jede Prognose: Geben Sie Ihren Sorgen jeden Tag eine feste halbe Stunde. Schreiben Sie auf, was Sie bedrückt, und notieren Sie, was Sie dagegen tun können. Die übrigen 23,5 Stunden gehören dann wieder Ihnen. Ein Teil dieser Lösung kann ganz handfest sein: ein Stück Gold in der eigenen Hand, das kein Server der Welt abschalten kann.

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