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Vermögensschutz in Krisenzeiten: Warum Deutschland handeln muss

05.10.2026PodcastKettner EdelmetalleTexto complementario generado por IA

„Selbst wenn es in Europa zu einem Atomkrieg kommt, wird in Amerika nicht mal eine Fensterscheibe klirren.“ Diesen Satz schreibt Dirk Müller dem früheren Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi zu, und er trifft einen wunden Punkt. Während über Rüstungsmilliarden, Raketentechnologie und Truppenbewegungen verhandelt wird, geht der Alltag in Deutschland weiter, als wäre nichts.

Der Finanzexperte, Bestsellerautor und Fondsmanager, vielen als „Mr. DAX“ bekannt, hat mit Dominik Kettner über Krieg, Schulden und die Frage gesprochen, wie viel Gefahr eine Gesellschaft ausblenden kann. Seine Diagnose ist unbequem. Deutschland schlafwandelt. Wer verstehen will, warum Vermögensschutz heute keine Frage des Geschmacks mehr ist, sollte genau hinhören.

Ein Land im Halbschlaf

Rund tausend Kilometer östlich von Berlin tobt seit Jahren ein Krieg. Deutschland gehört zu den größten Unterstützern der Ukraine mit Waffen und Munition. Nach Medienberichten haben Großbritannien und Frankreich Kiew zuletzt Raketentechnologie überlassen, damit die Ukraine solche Waffen künftig selbst bauen kann. Moskau spricht seit Langem vom „Spiel mit dem Feuer“ und droht mit Gegenschlägen.

Und die Bevölkerung? Sie schaut zu. Teilnahmslos, abgestumpft, müde. Dominik Kettner schätzt, dass vielleicht ein Drittel der Bürger ernsthaft besorgt ist. Der Rest hat das Thema innerlich abgehakt.

„Im Geschichtsunterricht der 80er Jahre haben wir uns immer gefragt: Wie konnten die Leute so blöd sein? Und wenn du heute schaust, sagst du: Ja, genauso.“ – Dirk Müller

Müller erinnert an Christopher Clarks Buch „Die Schlafwandler“ über den Weg in den Ersten Weltkrieg. Damals nahm man die Warnzeichen nicht ernst und marschierte im Zweifel sogar mit Hurra an die Front. Die Parallele ist nicht beruhigend.

Drehscheibe Deutschland: Wofür das Geld wirklich fließt

Offiziell dient das 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur der Modernisierung des Landes. Müller liest es anders. Seiner Einschätzung nach geht es nicht um Parks oder Rechenzentren, sondern um militärisch nutzbare Infrastruktur: Brücken, Autobahnkreuze, Schienenwege, Raststätten als Versorgungspunkte.

Der Hintergrund ist kein Geheimnis. Mit dem Operationsplan Deutschland bereitet sich die Bundesrepublik darauf vor, im Ernstfall logistische Drehscheibe der NATO zu sein. Hunderttausende Soldaten und ihr Gerät müssten durch das Land rollen, auf dem Rückweg kämen Verwundete und Gefangene.

Wer Drehscheibe ist, ist auch Ziel

Hier wird Müllers Analyse ungemütlich. Ein Gegner wartet nicht, bis die Kolonnen die Front erreicht haben. Er greift die Logistik an, mit Cyberattacken oder Raketen. Deutschland wäre dann nicht Zuschauer, sondern Schauplatz.

  • Massive Rüstungsausgaben in ganz Europa, finanziert über neue Schulden
  • Infrastrukturprogramme, die nach Müllers Lesart militärisch gedacht sind
  • Technologietransfer von Raketensystemen an die Ukraine
  • Kaum diplomatische Initiative aus Berlin

Müller betont, dass er hofft, alles sei nur Abschreckung. Aber er sagt auch: So etwas baue man nicht für ein „könnte theoretisch irgendwann“. Eine kleine Provokation, eine False Flag, ein Zwischenfall, und aus einem kalten könnte ein heißer Konflikt werden. Sein Leitsatz, den er bei Captain Janeway aus „Star Trek“ entlehnt: „Rechne mit dem Schlimmsten, aber hoffe das Beste.“

Eine Politikergeneration ohne Kriegserinnerung

Den vielleicht stärksten Gedanken formuliert Müller beim Blick auf die handelnden Personen. Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher kannten den Krieg. Sie wussten, was „nie wieder“ bedeutet. Genscher, so Müller, hätte Nächte durchverhandelt, vor und hinter den Kulissen, um jede Eskalation zu verhindern.

„Die haben alle keinen Krieg erlebt. Die wissen nicht, wie verbranntes Fleisch riecht. Die wissen nicht, wie sich Bombennächte anfühlen.“ – Dirk Müller über die heutige Politikergeneration

Heute, so seine Kritik, behandelten manche Verantwortliche den Konflikt fast wie ein Computerspiel. Sie verstünden mit dem Kopf, was Krieg ist, aber nicht mit dem Herzen. Und genau das mache die Lage so gefährlich.

Die Logik der Verhandlung

Müller erinnert daran, dass die damalige Außenministerin Annalena Baerbock zu Kriegsbeginn sinngemäß erklärt habe, mit Putin dürfe nicht verhandelt werden. Seine Gegenfrage ist von bestechender Schlichtheit. Wer nicht verhandeln will, hat genau zwei Möglichkeiten:

  1. Einmarsch in Moskau und Eroberung Russlands
  2. Oder die Erwartung, dass Russland bis Paris durchmarschiert

Tritt keines von beiden ein, wird man irgendwann verhandeln müssen. Dann, so Müller, könne man es auch gleich tun, bevor es ein paar hunderttausend Tote gegeben hat.

Das jüngste Treffen von Außenminister Johann Wadephul mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow, das erste eines deutschen Außenministers seit Kriegsbeginn, verlief laut Presseberichten frostig. Wadephul sei mit Vorwürfen eingestiegen, Lawrow habe gekontert, er habe nur vom Zettel abgelesen. Müller hält von dem Termin wenig. Die eigentlichen Entscheider säßen in Washington, Moskau, Kiew und London. Berlin tue, was von ihm erwartet werde.

Unsere Einschätzung: Ein Land, das Hauptlast und Hauptrisiko trägt, aber am Verhandlungstisch kaum eine eigene Stimme erhebt, verspielt seine Interessen. Müller stellt zudem die Frage, warum so viele Lagebilder in den Medien ausgerechnet auf britische Geheimdienstquellen zurückgehen. Er sieht London in einer wesentlichen und, wie er sagt, „unrühmlichen“ Rolle. Diese Frage muss erlaubt sein.

Iran, Hormus und das Timing der Midterms

Der zweite Brandherd liegt im Nahen Osten. Seit rund sieben Monaten dauert der Konflikt zwischen den USA und dem Iran an, mit einem ständigen Wechsel aus Friedenssignalen und neuen Eskalationen. Die Straße von Hormus war über Wochen weitgehend blockiert. Ölpreis und Edelmetallpreise haben darauf reagiert.

Müllers Lesart ist bemerkenswert. Er vermutet, Israel habe Washington früher in die Eskalation gedrängt, als es Donald Trump lieb gewesen sei. Der hätte die Konfrontation nach seiner Einschätzung lieber nach den Midterms im November gehabt. Nun versuche Trump, die Lage bis zur Wahl zu dämpfen, damit die Ölpreise nicht explodieren.

Müllers Befürchtung: Nach den Wahlen könnte „Vollgas“ gegeben werden. Einen militärischen Sieg über den Iran hält er für sehr unwahrscheinlich. Die USA verlieren ihm zufolge gerade etwas, das teurer ist als jede Rakete, nämlich den Nimbus der Unbesiegbarkeit.

Das manipulierte Casino

Dann kommt das Gespräch auf die Märkte, und hier wird Müller grundsätzlich. Die BIZ, die Bank of England und andere Institutionen warnen inzwischen offen vor einer KI-Blase. Müller sieht die Investitionen weniger als nüchternes Geschäft. Ihm zufolge geht es um Macht. Wer die KI-Modelle und Rechenzentren beherrsche, entscheide künftig, was Menschen kaufen, denken und tun.

Finanziert wird dieser Wettlauf zunehmend über Kredite, nach Müllers Worten in Billionenhöhe. Dazu kommen Kreislaufgeschäfte, die er als „rechte Tasche, linke Tasche“ beschreibt: Man gibt dem Kunden Geld, damit er bei einem einkauft, und präsentiert dann stolz den Umsatz.

„Wir haben ein manipuliertes Casino. Solange die Croupiers keinen Einbruch wollen, wird er nicht kommen. Und wenn sie sagen, jetzt fällt die Null, dann fällt die Null.“ – Dirk Müller

Seine Beispiele: Lehman 2008 hätte man nach seiner Überzeugung mit vergleichsweise wenigen Milliarden stabilisieren können. 2020 habe man gesehen, wie sich selbst eine weltweite Ausnahmesituation auffangen lässt, wenn man keine Krise will. Die entscheidende Frage sei also nicht, ob es Probleme gibt, sondern wer gerade welchen Ausgang wünscht.

Der Ruf nach Regulierung als Burggraben

Auch die jüngsten Appelle großer KI-Akteure, das Entwicklungstempo zu drosseln, sieht Müller kritisch. Die Sorge vor unkontrollierter KI hält er für berechtigt. Doch er fragt: Warum stellen die Konzerne die Forschung nicht einfach selbst ein, sondern rufen nach dem Staat?

Seine Deutung: Eine staatliche Zulassungspflicht würde die kleine Konkurrenz aus Europa und China aus dem Markt drängen. Übrig blieben die Konzerne mit dem besten Draht zur Regierung. Angst als Geschäftsmodell, so könnte man es zuspitzen. Für jeden, der sein Vermögen schützen will, ist die Lehre klar: Wer sich auf ein System verlässt, dessen Regeln andere schreiben, spielt nach deren Regeln.

Drucken bis zur Briefmarke

Kaum ein Thema verbindet Müller und Kettner so sehr wie die Staatsverschuldung. Schon vor rund 15 Jahren erklärte Müller in einer viel beachteten Talkshow den Zinseszinseffekt und warnte vor den globalen Schuldenbergen. Heute liegen allein die US-Staatsschulden bei über 40 Billionen Dollar.

Ein Zusammenbruch der USA? Müller winkt ab. Er erinnert an eine Episode mit dem früheren Fed-Chef Alan Greenspan. Sinngemäß habe dieser gesagt, die USA könnten ihre Schulden jederzeit bezahlen, weil sie in eigener Währung verschuldet seien und beliebig Dollar drucken könnten. Das bringe Inflation, aber man bekomme sein Geld zurück.

Müllers Pointe: Ob man sich für die zurückgezahlten 100 Dollar dann noch ein Oberhemd oder nur noch eine Briefmarke leisten kann, ist eine andere Frage.

  • Staaten zahlen nominal zurück, entwerten aber real über Inflation
  • Die tatsächliche Teuerung liegt nach Müllers Einschätzung deutlich über der offiziellen Statistik
  • Stablecoins schaffen den USA laut Müller zusätzliche Abnehmer für ihre Staatsanleihen
  • Sparer und Anleihegläubiger tragen die Last, ohne dass es je „Pleite“ heißt

Genau das meinen wir, wenn wir von stiller Enteignung sprechen. Wer verstehen will, warum sich in Washington inzwischen sogar Debatten um goldgedeckte US-Anleihen und eine mögliche Rückkehr zum Goldstandard drehen, findet hier den Schlüssel. Ein Gläubiger, dem man das Geld durch Inflation wegnimmt, sucht irgendwann einen Wertspeicher, den niemand nachdrucken kann.

Eurobonds: Deutschland zahlt die Angleichung

Für Europa sieht Müller die Lage deutlich bedrohlicher als für die USA. Der Euro steht unter Druck, und nach seiner Lesart nicht wegen steigender US-Zinsen, sondern weil die Märkte sich auf europäische Anleihen einschießen, allen voran auf Frankreich. Müller sieht Europa am Vorabend einer neuen Eurokrise. Diesmal heißt der Brandherd nicht Griechenland, sondern Paris.

Frankreichs Probleme sind teils hausgemacht: eine schwache Regierung, eine ausgezehrte politische Mitte, starke Ränder, kaum Reformfähigkeit und hohe Schulden. Ausgerechnet jetzt flammt die Eurobond-Debatte wieder auf. Spanien bringt laut Berichten einen gemeinsamen Anleihemarkt von bis zu 5 Billionen Euro ins Spiel. Und selbst Bundesbankpräsident Joachim Nagel zeigt sich nach Medienberichten offen für gemeinsame Anleihen.

Kohls Warnung und die Angleichung nach unten

Müller erinnert an Helmut Kohl, der sinngemäß gewarnt habe, eine Währungsunion ohne gemeinsame Wirtschaftspolitik könne langfristig nicht funktionieren. Kohl habe es trotzdem gemacht, weil er die Einheit wollte. Seitdem humpelt das System, wie ein Auto mit Platten hinten rechts. Fahren kann man damit lange. Gut ist es nicht.

„Es wird nicht so sein, dass Griechenland auf das Niveau von Deutschland kommt. Wir werden uns alle auf einer gemeinsamen Mitte finden. Deutschland wird massiv runterkommen.“ – Dirk Müller

Genau diese Angleichung sieht Müller heute: Deutschland fällt zurück, andere holen auf. Ist das Niveau erst gleich, werden Eurobonds und gemeinsame Sozialsysteme „machbar“. Unsere Einschätzung: Für deutsche Sparer heißt das, dass ihre Haftung wächst, während ihr Einfluss schrumpft. Wer der EZB und der Brüsseler Schuldenpolitik ohnehin misstraut, hat wenig Grund, ausgerechnet jetzt sein gesamtes Vermögen in Euro-Nominalwerten zu halten.

Wachstum auf Pump und die Gefahr des Plünderns

Das Statistische Bundesamt meldet für das zweite Quartal 0,3 Prozent Wachstum, die Bundesregierung rechnet für das Gesamtjahr mit rund 1,3 Prozent. Gleichzeitig bleiben die Firmenpleiten auf hohem Niveau, und immer mehr Unternehmer kehren dem Land den Rücken.

Müller ist schonungslos. Hunderte Milliarden neuer Schulden würden in den Markt gepumpt, vor allem in Rüstung und militärische Infrastruktur. Das sei konsumtives Geld, keine Investition in künftigen Wohlstand. Und trotz dieser Summen nur gut ein Prozent Wachstum? Wer etwas vom System verstehe, so Müller, könne sich da nur weinend abwenden.

Wenn die Kühlschrank-Logik regiert

Noch mehr Sorgen macht Müller die politische Dynamik. Den starken Zuspruch für die Linke in Berlin mit Forderungen nach Verstaatlichung und Vergesellschaftung nennt er erschreckend, aber nachvollziehbar. Wer nichts mehr hat, greift zur einfachsten Lösung: „Wir verfrühstücken, was im Kühlschrank ist.“

  • Höhere Erbschaftsteuer und neue Sonderabgaben
  • Umverteilung statt Wirtschaftsaufbau
  • Abwanderung derer, die gehen können
  • Zurück bleibt ein Mittelstand, bei dem man holt, was noch da ist

Müller zieht sogar Parallelen zur Weimarer Republik: Eine geschwächte Mitte, stärkere Ränder, und irgendwann kippt die Verzweiflung in eine Richtung. Er hofft auf einen Kanzler, der die Probleme „mit der Kettensäge“ anpackt. Wir teilen die Hoffnung. Darauf verlassen sollte sich aber niemand.

Lethargie: Die gefährlichste Krankheit unserer Zeit

Seit 2019/2020 leben die Menschen nach Müllers Beobachtung in einem Dauerzustand aus Angst und Krise. Die Folge ist nicht Wachsamkeit, sondern Abstumpfung. Krieg? „Kann ich nicht ändern.“ US-Schulden? „Wird schon gut gehen.“

Müller beschreibt eine Gesellschaft, die sich in einer Flut aus Wahrheit, Halbwahrheit und Propaganda verliert und sich biedermeierhaft ins Private zurückzieht. Er erinnert an die offenen Debatten der 80er und 90er Jahre. Heute sitze bei vielen die Schere im Kopf.

Eine Bevölkerung, die nichts mehr hinterfragt, lässt sich leicht steuern. Wer seine finanzielle Unabhängigkeit bewahren will, muss zuerst seine geistige Unabhängigkeit bewahren.

Interessant ist, dass Müller selbst beim Thema Energie gelassen bleibt. Die Gasspeicher sind laut aktuellen Meldungen mit rund 58 Prozent ungewöhnlich niedrig gefüllt, Europa gibt Dieselreserven frei. Müller verweist auf das Mark Twain zugeschriebene Wort, man habe viele schreckliche Dinge erlebt, von denen die meisten nie eingetreten seien. Seine Haltung: Optimismus, verbunden mit persönlicher Vorbereitung. Diese Mischung ist der Kern dessen, was wir unseren Kunden seit Jahren raten.

Was jetzt zählt: Vorbereitung statt Panik

Müller gibt offen zu, dass er nicht weiß, wann das Schuldensystem kippt. Es könne noch zehn oder zwanzig Jahre weitergehen oder morgen brechen. Wenn selbst ein Marktkenner mit Jahrzehnten Erfahrung das nicht vorhersagen kann, folgt daraus eine einfache Konsequenz: Man braucht einen Teil des Vermögens, der unabhängig vom Wohlwollen der Croupiers ist.

Genau hier spielt physisches Gold seine Stärke aus. Es ist keine Forderung gegen einen Staat, keine Bank und kein Versprechen. Es ist kein Datensatz, den eine Notenbank programmieren oder ein Regulierer sperren kann. Seit Jahrtausenden hat es Währungen, Imperien und Systemwechsel überdauert.

Praktische Schritte für sicherheitsbewusste Anleger

  1. Auf physischen Besitz setzen: In Krisen zählt, was Sie in der Hand halten. Warum die Unterscheidung so wichtig ist, beleuchtet unser Beitrag Papiergold im Comeback: Europas Anleger greifen zu.
  2. Bekannte Anlagemünzen wählen: Weltweit anerkannte Goldmünzen lassen sich überall eintauschen. Klassiker sind der 1 Unze Gold Krügerrand 2026, der kanadische Maple Leaf und der österreichische Wiener Philharmoniker.
  3. Breit streuen: Neben dem britischen Britannia und dem US-amerikanischen American Eagle bieten australische Känguru-Goldmünzen und Lunar-Münzen sowie die chinesische Panda-Goldmünze zusätzliche Vielfalt, gerade mit Blick auf eine Welt, deren Machtzentrum sich verschiebt.
  4. Kleine Stückelungen nicht vergessen: Für den Ernstfall sind handliche Einheiten Gold wert. Die Schweizer Vreneli 10 Franken und Vreneli 20 Franken sind historische Klassiker. Wer klein anfangen möchte, greift zum 1g Gold Maple Leaf oder zum 0,1g Goldbarren von Heimerle und Meule.
  5. Für größere Summen Barren nutzen: Goldbarren bieten in höheren Gewichtsklassen ein günstiges Verhältnis von Aufgeld zu Materialwert.

Wer den Markt im Blick behalten will: Gold bewegt sich derzeit im Bereich der psychologisch wichtigen Marke von 4.000 Euro je Unze. Wie sich die Lage technisch einordnen lässt, lesen Sie in unserer Analyse Gold zittert um die 4.000er-Marke, doch die Bodenbildung hält stand. Und wer wissen möchte, wie hartnäckig sich falsche Narrative über die Schweiz und ihr Gold halten, dem sei unser Beitrag zum Goldzähne-Vorwurf gegen die Schweiz empfohlen.

Die Kettner-Einordnung: Aufwachen, bevor es andere für uns tun

Dirk Müller zeichnet kein Weltuntergangsszenario. Er zeichnet etwas Unangenehmeres: ein realistisches Bild. Europa rüstet auf Pump, Deutschland finanziert, haftet und dient als Drehscheibe, während die großen Mächte ihre Interessen auf unserem Kontinent austragen. Mehr als 60 Prozent der europäischen Rüstungsausgaben fließen nach Müllers Angaben in amerikanische Waffenschmieden. Wer am Ende die Rechnung bezahlt, ist absehbar.

Unsere Einschätzung: Die Politik hat sich entschieden, Probleme mit neuen Schulden zu übertünchen, statt sie zu lösen. Die Notenbanken werden diese Schulden im Zweifel über Inflation entwerten, weil es der bequemste Weg ist. Und wenn der Druck im Kessel steigt, drohen neue Abgaben auf genau das Vermögen, das Sie sich erarbeitet haben.

Rechne mit dem Schlimmsten, aber hoffe das Beste. Für den eigenen Vermögensschutz heißt das: nicht in Panik verfallen, aber auch nicht schlafwandeln.

Das vollständige Gespräch mit Dirk Müller lohnt sich. Es ist ein Lehrstück darüber, wie Geopolitik, Schulden und Geldsystem zusammenhängen. Und wer die Diskussion live weiterführen möchte: Am 7. Oktober sind Dirk Müller und Philip Hopf zu Gast in der 50. Jubiläums-Goldnight von Dominik Kettner, mit 50 Angeboten, Weltpremieren und einem Blick auf Gold und Silber in einer Welt, in der nur eines sicher scheint: dass nichts mehr sicher ist. Die Teilnahme ist kostenlos.

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